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24 Weihnachtsgeschichten bei schicksal.com

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24 Schicksale, 24 Menschen, 24 Weihnachtsgeschichten - Wie zu Weihnachten das Schicksal verändert wurde.

Winkler Am Montagmorgen

Winkler Am Montagmorgen kam ich zurück und ging ins Krankenhaus mit einem großen Blumenstrauß. Voller Freude machte ich die Tür des Krankenzimmers auf und sah nur ein leeres, gemachtes Bett. Das Zimmer leer. Ich war erstaunt und erkundigte mich nach meiner geliebten Oma. Ich sollte mich setzen, hieß es und Schwestern gaben mir ohne Aufforderung beruhigende Medikamente und einen Stuhl. »Ihre Oma ist letzte Nacht eingeschlafen« – Schock! Es vergingen Wochen, Monate, Jahre. Ich hatte mich daran gewöhnt, alleine zu sein, ohne Familie. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier. Viele liebe Menschen, die man so mit der Zeit kennenlernt, lernt man neu zu schätzen und die Dinge mit anderen Augen positiv zu betrachten ... Aber da gibt es diesen einen ganz besonderen Tag im Jahr, an dem man üblicherweise mit der Familie zusammensitzt, der mich sehr sentimental werden lässt und an dem ich ganz starke Sehnsucht verspüre. Mittlerweile steht wieder Weihnachten vor der Tür. Ich kam vom Einkauf und fuhr auf meinen Einstellplatz. Die Gedanken noch halb bei der Arbeit, fielen mir jedoch zwei fremde Personen vor meiner Haustür auf. Ein Mann und eine Frau sahen sich fragend um und schauten in meine Wohnungsfenster. Ich war misstrauisch, stieg aus und fragte, wie ich helfen könne. Dieser Augenblick veränderte alles! Dein persönliches Horoskop im Shop – sofort lieferbar! www.schicksal.com/ Horoskop-Shop Sie fragten nach einer Frau Winkler »Ja, das bin ich! Warum?« »Hieß ihr Vater mit komplettem Namen Wolfgang Reinhold Winkler und war in Bückeburg geboren? Jaaa??« – »Woher wissen Sie … und wie kommen sie an die Daten?« antwortete ich stockend. (Diesen Wortwechsel werde ich im Leben nicht vergessen.) Die Frau zeigte auf den jungen Mann neben ihr und erwiderte: »Dann ist dies hier ihr Bruder.« »Ich habe keinen Bruder!«, stotterte ich. Aber es stimmte doch. Ich habe wahrhaftig einen Halbbruder, von dem ich nie wusste, der mich all die Jahre gesucht hatte, da er selbst auch spät von mir erfahren hat. Mich umgab eine Wärme, unbeschreiblich! Diesmal war es ein positiver Schock. Sehr lange noch bis spät in die Nacht erzählten, lachten und weinten wir gemeinsam. Sogar meine zwei Neffen habe ich an diesem Tag noch kennengelernt. Sie sind wunderbar. Jetzt habe ich Familie, wenn auch im über 2000 Kilometer weit entfernten Spanien, wir pflegen aber täglich den Kontakt. Und dieses Weihnachten 2013 wird für mich etwas Unvergessliches in meinem ganzen Leben! Ein komplett neues Leben beginnt! Ich bin zum ersten Mal wieder im Kreise »meiner Familie« und das im wunderschönen Spanien. Wenn im Leben Türen zugehen, gibt es stets neue Türen, die sich öffnen. Man sollte das Leben positiv betrachten, so schwer es auch gerade sein mag. Das Leben ist schön! 8

Der blaue Schal AHA 18 Uhr. Ich war spät dran. In einer halben Stunde begann mein Gitarrenunterricht, das letzte Mal in diesem Jahr. Aber dass Papa mich angerufen hatte, kam ja nun auch nicht täglich vor. Wie fröhlich er am Telefon klang und dazu noch die Ankündigung, dass er mich morgen Abend zum Essen ausführen wollte… Ja, ich freute mich darauf. Da musste der Gitarrenkurs eben ein paar Minuten auf mich warten. Dein persönliches Horoskop im Shop – sofort lieferbar! www.schicksal.com/ Horoskop-Shop Noch fünf Tage bis Heiligabend: Mein Weg zur Musikschule wurde von funkelnden Lichtern begleitet und in Gedanken überlegte ich mir eine Auswahl von Restaurants, in die ich gern mit meinem Vater gehen würde. Am liebsten wäre mir Don Antonio, der Kellner gefiel mir so gut, da er Ähnlichkeit mit meinem Vater hatte, nur deutlich jünger. Beim letzten Besuch hatte er mit Komplimenten nicht gespart und mir auch noch ein Glas Wein spendiert. Beschlossene Sache. Don Antonio war genau die richtige Adresse für mich und meinen alten Herrn. Kurz vor Weihnachten einen Abend mit meinem Vater zu verbringen, war schon etwas Besonderes. Ich freute mich, ihn nicht mit meiner Mutter und meinen Geschwistern teilen zu müssen. Nein, an diesem Abend gehörte er mir ganz allein. Wir würden viel lachen, reden, uns amüsieren und wenn‘s die Stimmung hergab, noch zu Gerda gehen – eine kleine Bar, in der man auch tanzen konnte. Ach. wie wunderbar. Ich hatte doch einen einmaligen Vater – ein verrückter Gentleman mit Witz und Charme, der liebend gern mal seine Tochter ausführt. Auf dem Rückweg von der Musikschule kam mir ein Rettungswagen mit Blaulicht entgegen. Trotz bester Stimmung zuckte ich zusammen. Die Vor stellung, dass unweit ein Mensch zu Schaden gekommen war, verursachte eine Gänsehaut. Ein Unfall etwa kann das Leben in Sekunden verändern und im schlimmsten Fall sogar auslöschen. Wie absurd es doch ist, zu denken, dass das Leben endlos sein könnte. 9

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